Der Penis als Quelle des ewigen Lebens

Schon immer war die Menschheit darauf versessen, auf verschiedenste Weise die Quelle des ewigen Lebens zu finden, welches einem die unendliche Existenz schenkt. Es wurden Elixiere gebraut und Mythen entwickelt, die ganze Welt bereist und erforscht.
Aus biologischer Sicht ist jedes Lebewesen dazu verdammt, irgendwann zu sterben. Ausnahmen stellen hier einige wenige Organismen dar, die Aufgrund von Zellteilung oder anderer Mechanismen, wie zum Beispiel Transdifferenzierung  faktisch nicht sterben.
Der Mensch kann auf solche Fähigkeiten nicht zurückgreifen. Wir unterliegen einem unaufhaltbaren Alterungsprozess. Das wir überhaupt in der Lage sind, die durchschnittliche Lebenserwartung zu steigern, liegt nicht zuletzt an den Errungenschaften im medizinischen  und hygienischen Bereich.
Aber auch der menschliche Organismus an sich versucht zumindest das Altern zu verzögern.
Bei dem menschlichen Organismus wird der Alterungsprozess durch Autophagie verlangsamt. Beschädigte Zellbausteine werden abgebaut und neue produziert. Dieser Kreislauf erhält uns über eine begrenzte am Leben.
Als Katalysator für diese Prozesse dient Spermidin.
Spermidin kommt in jeder menschlichen Zelle vor. Wie der Name allerdings schon vermuten lässt, findet sich die höchste Konzentration im Sperma.
Sperma wird in den Samenbläschen und der Prostata gebildet. Nur zu einem geringen Teil wird es im Hoden produziert. Die Produktion von Sperma beginnt nach dem Einsetzen der Pubertät. Über den Penis abgegeben, kann es beim Geschlechtsverkehr zu Befruchtung der weiblichen Eizellen kommen.  In Studien, die österreichische Wissenschaftler vorgenommen  haben, hat sich die Lebensdauer der mit Spermidin behandelten Zellen zum Teil verdreifacht. Der Abbau von Zellmüll und der Neuaufbau innerhalb der Zellen wurden erheblich beschleunigt. Spermidin ist somit in der Lage, das Altern zumindest zu bremsen. Den gefürchteten Alterskrankheiten wie Alzheimer und Parkinson könnte man durch die Gabe von Spermidin eventuell ebenfalls Einhalt gebieten.

Im Alter und bei verringertem Stoffwechsel nimmt die Menge der Substanz Spermidin ab. Der Körper ist also nicht mehr in der Lage den natürlichen Alterungsprozess zu verlangsamen. Durch einen erhöhten Stoffwechsel, wie zum Beispiel den Energiestoffwechsel, der zur Energiegewinnung beiträgt kann man ebenso die Produktion von Spermidin stimulieren.
Also ein guter Grund, viel Sex zu haben. Man verbindet körperliche Aktivität mit der Produktion von Sperma, in dem Spermidin in höchster Konzentration vorkommt. Man könnte fast sagen, dass dem Penis die Funktion des heiligen Grals zukommt. Denn der heilige Gral soll Glückseligkeit,  Vergebung aller Sünden, Speisen in Hülle und Fülle und vor allen Dingen das ewige Leben bringen. Der Erstautor der Studie sprach von dem heiligen Gral der Altersforschung.

So wie es aussieht, hat Spermidin auch keine Nebenwirkungen und wird in ausreichender Menge während des Sexualverkehrs über den Penis abgegeben. Der Gedanke, es als Naturmedizin zu bezeichnen liegt also recht nahe. Wer weiß, ob nicht irgendwann dem Sperma eine gänzlich neue Bedeutung zukommt, solange man nicht in der Lage ist das Spermidin synthetisch und in ausreichender Menge herzustellen. Vielleicht entwickelt sich da ja eine ganz neue Spendermentalität. Zu den allgemein bekannten Samenspenden für Paare, die leider selber keine Kinder bekommen können, gesellt sich dann vielleicht die Anti-Aging Spermaspende. Zur  Not kann man aber auch bestimmte Nahrungsmittel zurückgreifen, wie Grapefruits, Weizenkeimen und Sojabohnen. Diese  enthalten ebenfalls einen hohen Anteil an dem natürlichen Polyamin Spermidin.
Wollen wir also hoffen, dass es genug Penisse gibt, die diese Verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen können. Wahrscheinlich wird es wohl bald Standards geben für Penisse was die Produktivität, Kosten für eine Verlängerung des Penis und weiter Parameter gibt, um eine bestimmte Qualität und Kompatibilität zu gewährleisten.

Bookmark and Share