Aphrodisiakum

Der Name Aphrodisiakum kommt aus dem griechischen und leitet sich von der Göttin der Liebe “Aphrodite” ab.
Aphrodisiaka sollen die Libido steigern. Sie wirken per Definition direkt auf die Geschlechtsorgane,  beim Mann also richtet sich die Wirksamkeit auf den Penis. Die Wirkung der Mittel setzt aber nicht am Penis direkt an, sondern nimmt den Umweg über die Hormonausschüttung.
Bei Männern ist für die Intensität der Libido das Sexualhormon Testosteron zuständig. Je höher der Testosteronspiegel, desto höher die Libido. Testosteron ist während der Pubertät dafür zuständig, dass sich Penis, Hodensack, sekundäre Geschlechtsmerkmale (Körperbehaarung, Muskelaufbau), sowie Geschlechtsdrüsen bilden und über die Pubertät hinaus erhalten werden.

Aphrodisiakum findet sich überall

Natürliche Aphrodisiaka finden sich schon seit der Antike in der Pflanzen- und Tierwelt. Zu den bekanntesten Pflanzen gehören die Alraune und Muskatnuss. Häufig werden phallusartigen, also Penisähnlichen Nahrungsmitteln luststeigernde Wirkung zugeschrieben. Generell kann man sagen, das Pflanzen die einen sehr hohen Zinkanteil haben, dem Penis auf die Sprünge helfen. Denn Zink steigert die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron. Oftmals erscheint es auch so, dass Aphrodisiaka aufgrund ihrer penisartigen Form ausgewählt wurden. Wahrscheinlich soll die damit verbundene Penisvergrößerung, oder das erigierte Glied symbolisiert werden. Ein bekanntes Aphrodisiakum ist der ordinäre Sellerie, der als sehr anregend beschrieben wird.
Zu aphrodosierenden Mitteln aus der Tierwelt gehören Austern, Abalone die viel Eiweiß und Zink enthalten. In Asien gibt es einige sehr exotisch anmutende Mittel die bei einem Mitteleuropäer eher befremeden auslösen. Nashornpulver, Tigerfleisch,  oder der Penis vom Tiger und Hirsch.
Als exotisch aber risikoreich gilt der Fugu. Bei uns bekannt als Kugelfisch. Meist liest man nur von Todesfällen bei unsachgemäßer Zubereitung. Wird der Fisch richtig zerlegt, bleiben nur geringste Mengen des Giftes zurück. Dieses Gift soll eine positive Wirkung auf den Penis haben, ohne gesundheitliche Schäden oder gar den Tod hervorzurufen.
Nicht nur das die Wirkung von Aphrodisiaka  aus Flora und Fauna nicht sicher nachgewiesen werden kann,  hat der Konsum oft auch nachteilige Auswirkungen auf den Fortbestand der “aphrodisierenden” Art. Zum Teil kam es bei bestimmten Tierarten zu der Situation, dass die Tiere kurz vor der Ausrottung standen, weil gewissen Teilen vom Tier Aphrodisierende Wirkung angedichtet wurden.
Wirksamkeit von Aphrodisiaka
Die meisten aphrodosierenden Mittel wirken nur durch die Einbildung, haben also nur einen Placeboeffekt. Die Schulmedizin ist gegenüber den Mitteln und Substanzen, die die Libido steigern sollen sehr skeptisch eingestellt, obwohl oft Substanzen enthalten sind, die sich Erektionsfördernd auswirken.
Andere Mittel wirken eher enthemmend als aphrodiserend. Dazu gehören bewusstseinserweiternde Drogen wie Cannabis, Kokain, Amphetamine und Alkohol. Die Wirkung zielt aber nicht auf den Penis ab, sondern enthemmt den Konsumenten. Da aber unter Drogeneinfluß ein erigierter Penis nicht zu leicht zu bewerkstelligen ist, sollte man vom übermäßigen Gebrauch absehen. Jedenfalls direkt nach dem Konsum solcher Substanzen wird Geschlechtsverkehr wohl nicht so leicht vollziehbar sein.
Letzten Endes ist aber jedes Mittel aphrodiserend, wenn man nur daran glaubt. Denn die Psyche spielt eine wichtige Rolle bei der Sexualität.
Oftmals gibt es Missverständnisse, was die Einordnug von Medikamenten wie zum Beispiel Viagra oder Levitra betrifft. Das sind keine Aphrodisiaka oder Potenzmittel, obwohl sie oft so bezeichnet werden. Diese und artverwandte Medikamente wirken sich ausschließlich auf die Erektion des Penis aus und steigern nicht die Libido. Viagra oder Levitra sind sogenannte PDE-5 Hemmer.
PDE-5  ist dafür zuständig, die Erektion des Penis abzubauen. Mit Einnahme der Medikamente erreicht man also eine länger anhaltende Erektion des Penis über mehrere Stunden hinweg.

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